BaunebenkostenGeht es um den Hausbau, sitzen viele Bauherren mit dem Rotstift in der Hand über dem Kostenplan. Es wird gerechnet, ess wird verglichen, es wird Sparpotenzial gesucht. Natürlich - ein Hausbau ist eine große Investition, die die meisten Menschen nur einmal in ihrem Leben tätigen, da muss alles passen. Doch manch einer spart an Enden, an denen besser nicht gespart werden sollte. Die Resultate eines falschen Sparverhaltens reichen von Baumängeln bis zum finanziellen Desaster der Bauherren. Dabei kommen die Baunebenkosten ins Spiel, denn sie werden von den Bauherren gerne unterschätzt - gelegentlich sogar vergessen.

Was zu den Baunebenkosten zählt:

Die Nebenkosten beim Grundstückskauf

  • Maklerkosten beim Grundstückskauf
    Bevor der Hausbau beginnen kann, steht für die meisten Bauherren die Suche nach einem Grundstück auf der Agenda. Ohne Makler ist dies kaum noch möglich. Die professionelle Suche durch einen Makler verschlingt eine Menge Geld. Hat er ein passendes Grundstück gefunden, schwanken die Provisionen für den Makler zwischen 2,9 und 7 Prozent des Kaufpreises (zuzüglich der Mehrwertsteuer). Diese Zahlung ist fällig, wenn sich der Bauherr für das Grundstück entschieden hat, denn die Arbeit des Maklers ist damit abgeschlossen.
    Worauf beim Kauf eines Grundstücks mit einem Makler zu achten ist, finden Sie auf www.abir.eu

  • Notarkosten beim Grundstückskauf
    Die Notarkosten gehören ebenfalls zu den Kosten, die gerne einmal vergessen werden. Der Kauf eines Grundstücks muss immer mit einer notariell beglaubigten Urkunde dokumentiert werden. Die Höhe der Gebühren schwankt, denn sie richtet sich nach dem Grundstückskaufpreis. Die Gebühren bemessen sich prozentual auf 1 bis 1,5 Prozent des Grundstückskaufpreises. Manche Verkäufer erklären sich mit einer Teilung der Notarkosten einverstanden, doch darauf sollte sich der Bauherr nicht verlassen: Es allgemein üblich, dass der Käufer hierfür die Zahlung übernimmt.

  • Kosten für den Eintrag ins Grundbuch
    Der Gesetzgeber hat klar geregelt, wie sich der Verkauf eines Grundstückes gestaltet. Handschlaggeschäfte gehören bei Immobilien schon lange der Vergangenheit an. Heute geht ein Grundstück erst dann in den Besitz des Käufers über, wenn die Eintragung in das Grundbuch vorgenommen wurde. Die Kosten für den Grundbucheintrag werden vom Grundbuchamt erhoben. Auf www.abir.eu finden Sie Hinweise zum Aufbau eines Grundbuchs und die Kosten für Eintragungen im Grundbuch.

  • Grunderwerbsteuer
    Geht es um das Grundstück, möchte auch der Staat einen Teil vom Kuchen abhaben: Die Grunderwerbsteuer wird fällig. Die Höhe schwankt je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 Prozent. Am besten sollten die Bauherren vor dem Kauf beim zuständigen Finanzamt anfragen, um die Kosten genau in Erfahrung zu bringen. Aber auch das Internet hält entsprechende Informationen zum Thema Steuern beim Bauen bereit: www.haus-preiswert.de

  • Grundstückskauf und Hausbau über einen Bauträger
    Wird das Grundstück über einen Bauträger erworben erhöhen sich die Kosten der Grunderwerbsteuer enorm: Im Notarvertrag errechnet sich die Steuer aus dem gesamten Kaufpreis; wird nun auch noch der Hauspreis Bestandteil des Notarvertrags, steigert das die Höhe der Steuer weiter.
    Sas gilt übrigens auch dann, wenn der Bauträger das Grundstück kauft und erst später den Hausbauvertrag abschließt. Im Fachjargon wird das als "Koppelgeschäft" bezeichnet.

 

Die Nebenkosten vor Baubeginn

  • Das Bodengutachten
    Bevor der Hausbau beginnen kann, muss geprüft werden, ob der Boden für die Belastung geeignet ist. Also muss ein Bodengutachten - oder Baugrundgutachten - erstellt werden. Hinweise dazu finden Sie auf hausbauberater.de.

  • Die Vermessung
    Das Grundstück muss vor dem eigentlichen Hausbau ordnungsgemäß vermessen werden. Das Ergebnis der Vermessung gehört zu den Unterlagen, die für den Bauantrag benötigt werden. Etliche Banken bestehen darauf, dass die Vermessungskosten vom Eigenkapital bezahlt werden. Die Kosten für die Vermessung sind in der Vermessungsgebührenordnung festgelegt - allerdings variieren sie je nach Bundesland.

  • Die Baugenehmigung
    Bevor ein Haus gebaut werden darf, muss eine Baugenehmigung vorliegen. Die Kosten hierfür errechnen sich aus vielen unterschiedlichen Faktoren. So erheben die örtlichen Gemeinden oder die Baubehörde unterschiedliche Gebühren für die Baugenehmigung. Würde man einen groben Durchschnitt ermitteln wollen, könnte man für ein Einfamilienhaus mit 150 m² Wohnfläche etwa mit bis zu 800 Euro rechnen.
    Weitere Hinweise zum Thema Baugenehmigung finden Sie auf www.abir.eu

  • Der Prüfstatiker
    Der Prüfstatiker hat eine kontrollierende Funktion, er überprüft die Arbeit der Statiker. In einigen Bundesländern ist es Pflicht, einen Prüfstatiker hinzuzuziehen. Handelt es sich bei dem Hausbau um ein Fertighaus, kommt der Prüfstatiker in der Regel automatisch. Wird Stein-auf-Stein gebaut, muss sich der Bauherr selbst um einen Prüfstatiker kümmern. Auch wenn der Hausbau komplikationslos verläuft, können die Gebühren für den Prüfstatiker bereits bis zu 2.500 Euro kosten. Schleichen sich jedoch Baumängel oder Fehler ein, kann diese Summe erheblich ansteigen. Der Grund liegt auf der Hand: Der Prüfstatiker kommt, stellt Mängel fest und kommt ein weiteres Mal, um die Behebung der Mängel zu überprüfen. Je öfter er also zur Baustelle fahren muss, umso teurer wird seine Rechnung.

  • Das Honorar des Architekten
    Die Arbeit des Architekten gehört ebenfalls zu den Baunebenkosten. In der Regel kostet sie rund 15 Prozent der Gesamtsumme. Je nachdem, welche Vorstellungen der Bauherr hat, müssen weitere Honorare bezahlt werden.
    Weitere Hinweise zum Architektenhonorar finden Sie auf www.abir.eu

 

Die Nebenkosten während des Hausbaus

  • Der Aushub
    Mit den Kosten allein für den Aushub ist es noch nicht getan, der Abtransport und eine eventuelle Entsorgung kommen noch dazu. Die Höhe der Kosten hängt zu einem großen Teil von der Bodenbeschaffenheit ab: Ein leicht auszuhebender Boden gehört beispielsweise in die Bodenklasse 3 bis 5 und wird anders berechnet als etwa ein schwer felsiger Boden (Bodenklasse 7).

  • Baustraße
    Beim Einsatz von schwerem Baugerät muss über eine Baustraße nachgedacht werden. Letztendlich ist eine Baustraße kostengünstiger als das Bergen eines Baufahrzeuges in einer vom Regen aufgeweichten Wiese.

  • Grundstücksberäumung
    Manchmal stehen auf dem Baugrund noch Gebäude oder Bäume, die vor Baubeginn entfernt werden müssen. Gerade wenn es um Bäume geht, dürfen sie nicht immer einfach so entfernt werden, sondern es muss zuvor eine Genehmigung eingeholt werden. Somit setzen sich die Kosten aus der Genehmigung und dem Abtransport der beseitigten Güter oder Pflanzen zusammen.

  • Hausanschluss / Erschließungskosten
    Auch die Hausanschlüsse gehören zu den Nebenkosten. Gas, Wasser, Abwasser, Strom und Telefon sind obligatorisch. Die Kosten für die Bereitstellung und die nötigen Arbeiten hierfür trägt der Bauherr.

  • Außenanlagen
    Mit dem Bau eines Hauses ist es meist nicht getan. Vielleicht soll eine Einfahrt gepflastert oder die Terrasse schön gestaltet werden? Eventuell möchte der Bauherr eine Garage - oder zumindest einen Carport? Zu den Baunebenkosten zählen dann natürlich auch noch die Kosten für einen Garten, eine Hecke oder die Rasenfläche.

 

Versicherungen für den Hausbau

Welche Versicherungen Sie während des Bauens und nach der Hausübergabe benötigen, finden Sie ausführlich auf www.bv24.info. An dieser Stelle führen wird die Punkte nur in aller Kürze auf:

  • Bauleistungsversicherung
    Die Bauleistungsversicherung schützt vor finanzielen Verlusten durch Baumängel und Diebstahl. Allerdings sollten sich die Bauherren das Kleingedruckte in den Verträgen genau durchlesen - wobei dies für jeden Vertrag gilt, gerade rund um den Hausbau.

  • Bauherrenhaftpflichtversicherung
    Die Bauherrenhaftpflichtversicherung ist möglicherweise die wichtigste Versicherung für Bauherren. Sie deckt Haftpflichtschäden ab, etwa wenn Kinder unbefugt auf der Baustelle spielen und es zu einem Schaden kommt

  • Feuerrohbauversicherung
    Die Feuer-Rohbauversicherung gilt als Pflichtversicherung, wenn die Finanzierung durch eine Bank erfolgt. Wie es die Bezeichnung bereits andeutet, bewahrt sie den Bauherrn im Brandfall vor dem finanziellen Ruin.

  • Baufertigstellungsversicherung
    Die Baufertigstellungsversicherung ist ebenfalls wichtig. Beim Abschluss der Versicherung wird das Bauunternehmen genau geprüft. Die Versicherung hat natürlich großes Interesse daran, dass es sich um ein seriöses Unternehmen handelt, das sie im Falle einer Insolvenz des Bauunternehmens zahlen müsste.
    Ausführlichere Informationen zur Sicherung der Fertigstellung finden Sie auf www.hausbau-beratung.com

  • Bauhelferversicherung
    Die Bauhelferversicherung deckt Schäden ab, die Bauhelfer erleiden können. Viele Bauherren setzen auf Eigenleistungen, deshalb helfen Familienmitglieder, Freunde oder Bekannte auf der Baustelle mit. Damit diese Personen abgesichert sind, ist die Bauhelferversicherung vorgeschrieben.

Fazit:
Alles in allem dürfen die Baunebenkosten keinesfalls unterschätzt werden. Es kann fatale Auswirkungen haben, wenn diese Kosten nicht im Finanzplan berücksichtigt werden. Jeder einzelne Punkt hilft, das gesamte Gefüge zusammenzuhalten.

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