MassivhausSie wünschen sich ein Massivhaus, ganz individuell an die eigenen Wünschen angepasst? Einer der größten Vorteile eines Massivhauses ist dessen Individualität. Bauinteressenten können Ihre Ideen in das "Projekt Hausbau" einfließen lassen. Allerdings spielt dabei der Kostenfaktor eine große Rolle. Die Bezahlbarkeit steht bei einer Entscheidung ganz weit vorne an, und die Massivhauspreise unterscheiden sich teilweise gewaltig. "Kaufen Sie jetzt! Das Haus XY zum Schnäppchenpreis von 100.000 Euro" - so oder so ähnlich erscheinen die Anzeigen Woche für Woche in der Zeitung. Das ist unseriös und von der Realität so weit entfernt wie der Bauinteressent von seinem Haus.

 

Über die Werbung "Super-Hauspreis" beim Massivhaus

Diese Art von Offerten sind nahezu regelmäßig in der Zeitung zu lesen:

  • Massivhauspreise drastisch gesenkt!
    Das Traumhaus für 150.000 Euro!
    Baunebenkosten sind bereits enthalten.
    Finanzierung zu 4,5 Prozent und 1 Prozent Tilgung.
    Die Monatsrate beträgt 688 Euro! Greifen Sie jetzt zu!

Was läuft hier falsch?
Ganz abgesehen davon, dass wir nicht wissen, welche Ausstattungen sich hinter diesen Offerten verbergen, suggeriert die Werbeaussage, dass man für  für 688 Euro im Monat wunderbar im eigenen Massivhaus leben kann. Also für einen üblichen Mietpreis.
Doch was bei diesem „Angebot“ fehlt, sind die weiteren Kosten. Zunächst einmal mangelt es an einem Grundstück, für dessen Erwerb noch Kaufnebenkosten zu beachten sind: Zum Kaufpreis für das Grundstück müssen noch Maklerkosten, Notarkosten, Grundbuchkosten und die Grunderwerbsteuer hinzu gerechnet werden. (Siehe www.hausbauberater.de/grundstueck-kaufen.)
Aber auch die Kosten für Strom, Gas und Wasser kommen zu der monatlichen Rate noch hinzu. Wir reden also bei einer Finanzierungsrate immer von den kalten Kosten, vergleichbar mit der Kaltmiete einer Mietwohnung.
Ob der angegebene Zinssatz von 4,5 Prozent haltbar ist, erweist sich auch erst bei einer konkreten Finanzierungsanfrage.

Sinn der "Super-Hauspreis-Angebote"
Bauen ist eine große Investition und natürlich will man diese Maßnahme möglichst kostengünstig realisieren. Durch die Werbemaschen "Superhauspreis", "Aktionshaus" oder ähnlich melden sich Bauinteressenten beim jeweiligen Hausanbieter, und genau darum geht es: Man will die Bauinteressenten am Beratungstisch haben. Wie es dort dann weitergehen kann, können Sie auf www.bluffen.info lesen.

 

Wie sich die Preise beim Massivhaus zusammensetzen

Wer sich auf die Suche nach fundierten Informationen über Massivhauspreise begibt, kommt schnell zu den unschlagbar günstigen Angeboten wie oben beschrieben. Doch hier ist Vorsicht angesagt: Nur weil "günstig" draufsteht, muss es noch lange nicht günstig sein. Im Zweifelsfall zahlt der spätere Bauherr eventuell ordentlich drauf. Um sich einen Überblick über die Massivhauspreise zu machen, muss klar sein, welche Kosten überhaupt entstehen:

  • die Bauplanung des Massivhauses
    Die Kosten für eine Bauplanung ergeben sich aus der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI). Dazu finden Sie unter www.zbo.de/bauplanung.html weiterführende Informationen. Dazu kommen noch die Kosten für eine Baugrunduntersuchung und die  Vermessungskosten.

  • der Rohbau des Massivhauses
    Der Rohbau verschlingt ungefähr die Hälfte der Gesamtkosten. Dafür ein kleines Beispiel:
    Wenn vier Arbeiter rund 20 Tage lang je acht Stunden auf der Baustelle arbeiten, ergibt das eine Arbeitszeit von 640 Stunden. Pro Stunde kann man ca. 40 Euro Arbeitskosten zugrunde legen, somit belaufen sich die Kosten für die Arbeitsleistung des Rohbaus bereits auf 25.600 Euro.
    Wie bereits angesprochen, das sind die reinen Lohnkosten – das Material fehlt hier noch auf der Rechnung.

  • Damit das Massivhaus bewohnbar wird,
    sind noch viele andere Gewerke am Hausbau beteiligt. Dazu gehören die Zimmermänner, Dachdecker, Installateure, Elektriker, Innenputzer, Estrichleger, Fliesenleger, Schreiner, Maler und eventuell der Kaminbauer, um nur einige Beispiele zu nennen. All diese Menschen verdienen mit diesen Arbeiten ihr Geld. So summieren sich schnell einige tausend Euro reine Lohnkosten. Hinzu kommen natürlich noch die gesamten Materialkosten – hier hängen die Preise von den ausgesuchten Baustoffen ab.

  • Beachten Sie auch unsere Informationen über die Baukosten und Baunebenkosten.

 

Wovon die Preise für ein Massivhaus abhängen

  1. die wesentlichen Kosten
    Beim Hausbau geht es immer um die wesentlichen Kosten, mit denen Bauherren rechnen müssen. Die Preisspannen hängen dabei von den verwendeten Materialien ab, vom Umfang der Arbeiten, von der Lage des Hauses und weiteren Kriterien. Ein schlichtes Haus ohne große Verwinkelungen wird preisgünstiger als ein Haus mit vielen Balkonen und Erkern. Massivhauspreise lassen sich nicht pauschal definieren. Man kann grob eine Preisschätzung durchführen und so einen Preis von 1300 - 1700 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche veranschlagen. Dazu kommt dann noch der Keller, der je nach Hausgröße mit 25.000 - 40.000 Euro zu Buche schlägt.

  2. Massivhaus mit individueller Bauplanung und hochwertiger Ausstattung
    In den meisten Fällen wird ein Massivhaus exakt nach den Vorgaben des Bauherrn gebaut. Hierbei geht es vielen von ihnen nicht nur um die Architektur, sondern auch um die technische Ausstattung des Massivhauses. So ist es preislich zum Beispiel ein Unterschied, ob das Haus mit einer Gasheizung oder einer Wärmepumpe ausgestattet wird. Und wenn es nun ein "KfW-Effizienzhaus" sein soll, sind höhere Baukosten unumgänglich, weil die Gebäudehülle noch besser gedämmt werden muss als ohnehin schon.

  3. Wieso die Preise der Hausanbieter variieren:
    Je nach Qualität der verwendeten Materialien und der Ausstattung variieren die Preise der einzelnen Baufirmen sehr stark, und auf dem ersten Blick neigt man zu der Behauptung, dass Anbieter A eben teurer als Anbieter B sei. Ist es so einfach? Nein! Natürlich möchte jeder Hausanbieter einen Gewinn erwirtschaften, aber gerade deshalb können die Preise nicht so stark variieren wie es manchmal scheint. Würden man je eine konkrete und standardisierte Bauplanung und Baubeschreibung bei den verschiedenen Anbietern anfordern und darauf bestehen, dass die Angebote nur auf Basis der Vorgaben erfolgen, würden sich die Preise kaum noch voneinander unterscheiden. Der Preis für ein Massivhaus richtet sich nämlich nach der Güte der eingesetzten Baustoffe und der Haustechnik. Da "schlüsselfertig" nicht unbedingt auch heißen muss, dass Sie keine Eigenleistungen erbringen müssen, kommt es beim Preisvergleich immer auf die Baubeschreibung an. Zudem ist auch zu prüfen, welche Ausstattung zum Beispiel bei den Fenstern enthalten ist. Beim Hausanbieter www.massivhaus-zentrum.de sind zum Beispiel die Fenster dreifach verglast und mit Rollläden ausgestattet. Selbstverständlich ist das in der Branche (noch) nicht!

  4. Preis vergleichen mit unabhängigem Bauberater
    Die Unterschiede der Massivhauspreise zeigen deutlich, wie wichtig eine professionelle Beratung für den Bauherrn ist. Nicht nur die unternehmensspezifischen Angebote können sich erheblich voneinander unterscheiden, auch regionale Aspekte fließen in die Preisgestaltung mit ein. Die Prüfung von Baubeschreibungen erfordert Fachwissen, denn Baubeschreibungen sind oft so geschrieben, dass selbst Experten genau hinsehen müssen, welche Leistungen nun enthalten sind und welche nicht. Zum Beispiel bieten die Bauberater bei www.hausbauberater.de die Möglichkeit, Baubeschreibungen und deren Unterschiede ganz konkret zu bewerten. Auch der Verband privater Bauherren e. V. oder Bauherrenvereine können hier effektive Hilfestellung bei der Prüfung der Angebote leisten.

  5. Massivhaus ab Oberkante Bodenplatte / Kellerdecke
    Die Offerte "Bauen ab OK .." bedeutet nichts anders, als dass weder die Erdarbeiten, noch die Bodenplatte oder der Keller im Hauspreis enthalten sind. Kaum ein Bauherr wird den Keller selbst bauen wollen. Der Bauherr sucht möglicherweise auf eigene Faust einen Kellerbauer, um ein paar Euro zu sparen. Doch wenn jetzt beim Gesamtbauwerk etwas im Argen liegt, beginnen die Probleme: Wer trägt die Schuld? Der Kellerbauer? Der Bauunternehmer? Beide werden das vermutlich energisch bestreiten. Letztendlich muss der sparsame Bauherr den Fall an einen Rechtsanwalt übergeben, damit die Schuldfrage gerichtlich geklärt wird. Aus einem sparsamen Bauherrn wird so ganz schnell ein zahlender Bauherr. Sinnvoll ist es daher, wenigstens die Rohbauarbeiten in einer Hand zu lassen. Und zum Rohbau gehört eine Bodenplatte oder auf Wunsch der Keller.

 

Eigenleistungen

Massivhauspreise lassen sich senken, indem beim Hausbau Eigenleistungen erbracht werden. Doch hier ist eine Portion gesunder Realismus angebracht! Eigenleistungen verlangen Zeit und sie verschlingen viel Energie. Auch wenn sich der Preis für das Massivhaus dadurch senken lässt, sollte das Familienglück nicht unter einem Hausbau leiden. Und es steht außer Frage, dass alle Eigenleistungen in der Freizeit durchgeführt werden müssen.

 

Fazit

An das "Projekt Hausbau" sollte kein Bauherr unbedarft herangehen. Die oft reißerischen Angebote der Hausanbieter haben nur wenig mit der Realität gemein. Manchmal könnte man fast meinen, dass die Verbraucher eine "Realitäts-Verlust-Brille" aufsetzen, sobald es um den Hausbau geht. Sie möchten sparen, wo es nur geht - grundsätzlich ist das in Ordnung. Doch gewisse Dinge kosten nun mal Geld. Das ist in jeder Branche so. Warum sollte das beim Preis für ein Massivhaus anders sein?

 

© 2017 www.superhauspreisde.de, ein Projekt von www.zbo.de.