HauspreiseEin Haus zu bauen, ist zweifelsohne ein kostspieliges Unterfangen. Warum eigentlich? Liegt es daran, dass Bauunternehmer sich eine goldene Nase verdienen möchten? Nein, sicher nicht.

Schauen Sie auf die gesetzlich vorgeschriebenen Regeln, die den Hausbau betreffen:

Hauspreise werden also nicht allein von einem Bauunternehmer oder einem Hausanbieter bestimmt.  Die Hausbaupreise sind das Ergebnis einer langen Kette  aus kleineren und größeren Einzelposten. Es bringt einem Bauherrn wenig, wenn er seine gesamte Hausplanung nur auf den Möglichkeiten der Kostenersparnis aufbauen möchte. Im Idealfall hat der Bauherr mit dem Bauberater und dem Architekten ein kompetentes Team an der Hand, das ihm beratend zur Seite steht. Der Bauherr muss für sich herausfinden, wie der Hausbau so umgesetzt werden kann, dass jeder investierte Cent genau richtig verbaut wurde. Es reicht also nicht, sich ein paar verschiedene Angebote zukommen zu lassen und sich dann für das günstigste zu entscheiden – das ähnelt dem berühmten „faulen Kompromiss“.

 

Das Grundstück

Das Grundstück gehört zu jenen Bestandteilen der Baukosten, die die Kosten des gesamten Vorhabens in die Höhe treiben können. Wer die sonntägliche Zeitung aufschlägt und ein günstiges Angebot entdeckt, sieht lediglich den Kaufpreis für ein Baugrundstück. Angenommen, die Lage und Größe des Grundstücks sind perfekt. Soll man einen Termin mit dem Makler vereinbaren und kaufen – oder etwa nicht? Was soll denn jetzt noch schiefgehen?

Ganz einfach:

  • Die Baubehörde gibt Auskunft darüber, welche Bauweise auf diesem Grundstück erlaubt ist. Vielleicht wollen Sie einen Bungalow bauen – doch das ist hier überhaupt nicht erlaubt?
  • Welche Dachkonstruktionen sind baurechtlich Seite möglich?
  • Wie sieht es mit dem Verputz aus? Vielleicht sehen die örtlichen Vorgaben eine Klinkerfassade vor?

Bevor es also an den Grundstückskauf geht, ist ein Gespräch mit der Baubehörde zwingend zu empfehlen. Sie gibt über sämtliche gesetzlichen Vorschriften genau Auskunft. Ein Gespräch mit den Grundstücksnachbarn gibt erste Hinweise, ob der Baugrund tragfähig ist. Hatte ein Nachbar mit der Tragfähigkeit Probleme, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es auch auf dem gewünschten Grundstück zu Problemen kommen könnte. Danach kann der Bauherr in etwa beurteilen, wie es um die Eignung des Baugrunds bestellt ist.

 

Raumaufteilung und deren Einfluss auf den Hauspreis

Die meisten Bauherren planen ihr zukünftiges Eigenheim recht unkonventionell. Ein Blatt Papier, ein Lineal und los geht es. Dagegen ist auch nichts einzuwenden, doch der Radiergummi sollte zum festen Bestandteil dieser Vorplanung werden. Ein Beispiel mag dies veranschaulichen: Meist wird euphorisch ein Esszimmer mit eingeplant. Angenommen, für diesen Raum veranschlagt der Bauherr 15 m². Rechnet man pro Quadratmeter durchschnittlich 1.500 Euro Baukosten, kostet allein das Esszimmer 22.500 Euro. Das Haus ist fertig gebaut, die Familie ist eingezogen und speist - am liebsten in der Küche oder im Wohnzimmer vor dem Fernseher. Das Esszimmer wird in den meisten Familien für alles Mögliche genutzt, nur eben nicht zur Nahrungsaufnahme. Wenn sich alle zukünftigen Hausbewohner darüber einig sind, dass die Küche eigentlich ein gemütlicher Ort zum Essen ist, dann wird diese eben entsprechend groß geplant.

Nebenflächen verdienen ebenfalls eine genaue Betrachtungsweise:
Muss es so eine große Diele sein? Welche Überlegung steckt hinter den vielen verwinkelten Räumen?

Die Planung der Wohnräume verdient natürlich besondere Beachtung:
Das Wohnzimmer sollte ein Hort der Gemütlichkeit werden – das geht nur, wenn es nicht zu groß wird. Die Kinder mögen jetzt noch klein sein, doch reicht ihnen der Platz auch noch, wenn es sich um Studierende oder Auszubildende handelt?

 

Hausbau mit Keller und dessen Einfluss auf den Hauspreis

Es ist eine individuelle Entscheidung, ob ein Haus mit oder ohne Keller gebaut werden soll. Der Hauspreis erscheint beim Hausbau mit Keller auf den ersten Blick sehr hoch, doch so mancher Bauherr, dessen Haus auf einer Bodenplatte steht, blickt sehnsüchtig zum Nachbarhaus mit einem Keller. Allerdings gibt es auch Bauherren, bei denen der Platz im Keller nicht genutzt wird – er wurde umsonst gebaut.

Einige Punkte sprechen definitiv für einen Keller:

  • Im Keller könnte die Heizungs- und Haustechnik untergebracht werden.
  • Als Abstellraum ist ein Keller hervorragend geeignet.
  • Eventuell kann er ausgebaut werden, um einem Jugendlichen als weiterer Raum zur Verfügung zu stehen.
  • Der Wiederverkaufswert ist bei einem Haus mit Keller höher angesiedelt.

Es mag den Anschein erwecken, ein unterkellertes Haus sei teurer als eines mit Bodenplatte. Das ist ein Trugschluss. Denn um alle technischen Elemente unterzubringen – von der Heizungsanlage bis hin zur Waschmaschine – müssen einige Quadratmeter eingeplant werden. Somit erhöht sich bei einem Haus mit Bodenplatte die gesamte Grundfläche.

 

Baumaterial und Ausstattung und deren Einfluss auf den Hauspreis

Geht es um das Baumaterial, schauen viele Bauherren zuerst auf den Preis. Dem Baumaterial wird beim Hausbau kaum Beachtung geschenkt, obwohl dessen Werthaltigkeit eine immens wichtige Rolle spielt. Es gibt Baumaterialien, die langlebig und pflegeleicht sind; im Gegenzug gibt es Materialien, die zwar preisgünstiger sind, dafür aber unter Umständen regelmäßig erneuert werden müssen. Zudem sollte ein Auge immer auf die Anlieferung geworfen werden: Die hübschen, großen Steine bringen keine Ersparnis, wenn dann ein Spezialfahrzeug nötig wird, um sie an der Baustelle abzuladen. Dieser Faden kann hinsichtlich der Ausstattung weiter gesponnen werden. Natürlich sollen die Fliesen, die Küche und das Bad eine gewisse Attraktivität ausstrahlen. Natürlich soll es kein Bodenbelag sein, dem man bereits von Weitem seinen günstigen Preis ansieht. Doch es sollte alles in einem soliden Verhältnis kalkuliert werden. Eine funktionelle Einbauküche ist letztendlich im Alltag mehr wert als ein Bad, das vor Prunk nur so strotzt.

 

Planungsphase und deren Einfluss auf den Hauspreis

Wenn alles gut überlegt, die Raumplanung abgeschlossen ist und sich die Familie auf die Ausstattung im groben Zügen geeinigt hat, dann sollte der nächste Weg zu einem unabhängigen Bauberater führen. Dieser schaut sich die Unterlagen an, streicht hier und da etwas weg oder fügt etwas hinzu. Meist kann er sogar einen unabhängigen Architekten empfehlen, der dann aus der Vorplanung einen echten Hausentwurf macht. Erst danach sieht der Bauherr, wie sein Haus aussehen könnte, denn der Grundriss besteht dann aus fundierten Maßen und Daten.

Dieser Plan dient als Grundlage, um bei verschiedenen Hausanbietern unverbindliche Kalkulationen einzuholen. Erst jetzt beginnen die Vergleiche der einzelnen Leistungen.

 

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